Alter 3–7 · Freiwillig, mit sichtbar Ergebnis · Komplettes Beispiel

Ein Kinderbuch übers Teilen gestalten

Die meisten Bücher übers Teilen handeln eigentlich davon, dass ein Erwachsener ein Kind dazu bringt, etwas abzugeben. Ein Kinderbuch über Teilen funktioniert viel besser, wenn das Teilen freiwillig geschieht und der Grund dafür sichtbar wird: Zwei Kinder entdecken, dass ein einziger gemeinsamer Wachsmalstift mehr ermöglicht als zwei einzeln. Readkidz schreibt und illustriert daraus ein vollständiges Bilderbuch.

So funktioniert's

  1. 1
    Wähle, wovon es nur eins gibt

    Ein Wachsmalstift, eine Schaukel, ein guter Stock, der Fensterplatz. Teil-Geschichten brauchen echte Knappheit. Benenne den konkreten Gegenstand, um den dein Kind sich gerade streitet, dann hat das Buch sofort greifbare Bedeutung für ein dreijähriges Kind.

  2. 2
    Teilen soll etwas hervorbringen

    Zwei Farben gemischt, ein höherer Turm, ein Spiel, das nur zu zweit geht. Wenn Teilen einfach weniger bedeutet, widerspricht sich das Buch selbst. Bitte darum, dass durch das Teilen etwas entsteht, das keiner alleine geschafft hätte.

  3. 3
    Die Erwachsenen bleiben außen vor

    Sobald ein Erwachsener eingreift, geht es ums Befolgen und nicht mehr ums eigene Entscheiden. Prüfe, ob in der Mitte des Buches Eltern oder Lehrkräfte auftauchen – falls ja, lass sie entfernen. Die beiden Figuren können es selbst lösen.

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What you get
10 illustrated pages plus a cover
Written for
Ages 3-7
How long
One sitting — not weeks
Rights
Original story — nothing is retold from another book

Häufig gestellte Fragen

Mein Kind weigert sich strikt zu teilen. Ist das das falsche Buch?

Nein, es ist das richtige – solange es nicht belehrend ist. Kinder unter fünf verteidigen oft eher das Besitzgefühl als dass sie absichtlich unfreundlich sind. Eine Geschichte, in der das Teilen freiwillig geschieht und sichtlich belohnt wird, umgeht die Grundsatzdiskussion. Bitte darum, dass die Figur anfangs zögerlich ist – das erkennt dein Kind wieder.

Soll ein Erwachsener einschreiten, damit es fair bleibt?

In so einem Buch lieber nicht. Ein Urteil von außen vermittelt, dass Teilen eine von außen auferlegte Regel ist – genau das verhindert, dass es von alleine funktioniert, sobald niemand hinsieht. Falls du einen Erwachsenen dabeihaben willst, der aber nichts sagt, sag es dazu.

Geht es um abwechseln oder wirklich teilen?

Das sind unterschiedliche Bücher und die Wahl lohnt sich. Abwechseln ist eine Geschichte über faire Teilung mit Zeitmesser; Teilen heißt, dass aus einer gemeinsamen Sache etwas Neues entsteht. Sag, was du meinst, und die Struktur ändert sich entsprechend.

Kann es auch um einen echten Gegenstand bei uns gehen?

Ja, und das ist oft wirksamer. Das tatsächlich umstrittene Spielzeug, genau der Stuhl am Fenster. Beschreibe ihn, und das gleiche Objekt taucht auf jeder Seite eindeutig erkennbar im Buch auf – sodass der Streit den zuhause deutlich widerspiegelt.

Kann ich zuerst ein ganzes Beispielbuch lesen?

Ja. Der Link unten öffnet das vollständige, elfseitige Die Wachsmalkreide, die mehr Farben machte – inklusive Hinweise für Betreuungspersonen und Fragen am Ende.

Wird mein Buch genau so aussehen?

Nein. Struktur – ein Gegenstand, freiwilliges Teilen, gemeinsam etwas schaffen – bleibt. Die Tiere, der Fluss, der Wachsmalstift und sämtliche Sätze ändern sich komplett.

Ein Buch übers Teilen machen, bei dem niemand gezwungen wird

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